Mit einer würdigen Festveranstaltung beging die Landesarbeitsgemeinschaft der Straffälligenhilfe im Freistaat Thüringen e. V. (LAG) ihr 30 –Jähriges Bestehen.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Justiz, Verwaltung sowie den freien Trägern der Bewährungs-, und Straffälligenhilfe folgten der Einladung und unterstrichen damit die hohe Bedeutung der Resozialisierungsarbeit in Thüringen.
Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung setzte die Thüringer Justizministerin Beate Meißner. In ihrem Grußwort verkündete sie, dass die Bewährungs-und Straffälligenhilfe von den vorgesehen globalen Minderausgaben ausgenommen wird. Diese Entscheidung wurde von Anwesenden als starkes Bekenntnis zur Bedeutung der Straffälligenhilfe und als wohl größtes „Geburtstagsgeschenk“ zum Jubiläum aufgenommen.
Neben dem Rückblick auf drei Jahrzehnte engagierter Arbeit richtete die Landesarbeitsgemeinschaft den Blick auch auf zukünftige Herausforderungen. Angesichts einer rasant wachsenden digitalen Welt wird die LAG künftig verstärkt auf Prävention und hier besonders auf Demokratiebildung setzen. Ziel ist es, demokratische Werte zu stärken, Medienkompetenz zu fördern und Menschen dabei zu unterstützen, Desinformationen und demokratiefeindlichen Tendenzen wirksam zu begegnen.
Der Vorsitzende der LAG, Dittrich –Bernuth, brachte die Bedeutung dieses Ansatzes in seinem Statement auf den Punkt:
„Die Gefahr ist nicht nur, dass Menschen Falsches glauben. Die größere Gefahr ist, dass sie aufhören, Wahrheit und demokratische Beteiligung überhaupt für möglich zu halten.“
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Straffälligenhilfe heute weit über die klassische Resozialisierungsarbeit hinausgeht. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe, zur Stärkung demokratischer Strukturen und damit zu einer sicheren und solidarischen Gesellschaft.